Prof. Dr. Thomas Skutella

Vita

Prof. Dr. med. Thomas Skutella

Thomas Skutella ist Universitätsprofessor, Lehrstuhlinhaber und Direktor der Abteilung Neuroanatomie am Institut für Anatomie und Zellbiologie der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg.

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Nach Abschluss des Medizinstudiums an der Universitätsklinik Frankfurt am Main absolvierte Prof. Thomas Skutella seine Postdoktorandenausbildung am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München und am Institut für Anatomie der Charité in Berlin. Nach den Facharztausbildungen für Anatomie, Neuroanatomie und Neurochirurgie habilitierte er sich an der Charité Berlin und bekleidete dort die Position eines Gruppenleiters am Neurowissenschaftlichen Forschungszentrum. 2004 erfolgte die Berufung auf die erste deutsche Professur für Tissue Engineering und Regenerative Medizin am Universitätsklinikum Tübingen, wo er auch zum Direktor des Zentrums für Regenerative Medizin ernannt wurde. Seit 2010 steht Prof. Skutella der Abteilung für Neuroanatomie am Institut für Anatomie und Zellbiologie der renommierten Ruprecht-Karls Universität in Heidelberg vor. Hier leitet er Arbeitsgruppen u.a. in den Bereichen Keimstammzellforschung/Reproduktionsmedizin und Stammzellbiologie/zelluläre Reprogrammierung. Seit mehr als 30 Jahren befasst er sich hauptsächlich mit Zellschutz vor oxidativem Stress, Stammzellforschung und regenerativer Medizin; in diesem Bereich hat er Pionierarbeit geleistet und neue Forschungsakzente gesetzt. Von 2006 bis 2007 war er wissenschaftlicher Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Regenerative Medizin. Prof. Dr. Thomas Skutella hat mehr als 240 wissenschaftliche Publikationen in namhaften wissenschaftlichen Organen veröffentlicht und hält vier Patente.

Prof. Skutella betreut Bachelor-, Magister- und Promotionsarbeiten sowie medizinische Habilitationen und führt als Mitglied der Landesärztekammer Baden-Württemberg Facharztprüfungen im Bereich Zellbiologie, Anatomie und Neuroanatomie durch. Zudem fungiert er als Gutachter für die deutsche Studienstiftung und andere wichtige Stiftungen. Er war als Berater des deutschen Bundestags im Bereich Regenerative Medizin und als Kurator der Fraunhofer-Gesellschaft, Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI), tätig. Er ist Mitglied diverser Fachgesellschaften, koordiniert und partizipiert an internationalen wissenschaftlichen Kooperationen (z. B. mit China, den USA oder Malaysia) und ist Gründer des Instituts für Regenerative Medizin, RegMed – Regenerative Medizin Berlin.

Prof. Skutella ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Aktuelle Forschungsarbeiten

Prof. Dr. med. Thomas Skutella hat in den letzten fünf Jahren bedeutende Fortschritte in der regenerativen Medizin, Neurodegeneration und Onkologie erzielt. Seine Forschung zeigt sich in mehreren hochrangigen Veröffentlichungen, die sich mit der Behandlung von Krankheiten wie Krebs und Parkinson befassen. Er untersucht verschiedene Ansätze, darunter die Reprogrammierung von Zellen, den Einsatz von Stammzellen und neue Therapien, die darauf abzielen, das Nervensystem zu regenerieren.

Forschung zu Krebstherapien

In seiner Übersichtsarbeit in Trends in Molecular Medicine (2024) beschreibt Prof. Dr. med. Thomas Skutella den Stand der Impfstoff-basierten Immuntherapie bei Gliomen. Dabei beleuchtet er sowohl die aktuell verwendeten Präparate als auch zukünftige Anwendungsmöglichkeiten, die neue Wege in der Behandlung von Hirntumoren eröffnen könnten.

Seine Studie in Genes & Diseases (2025) hat gezeigt, dass das Protein CTHRC1 das Fortschreiten des kleinzelligen Nierenkarzinoms über den PI3K/AKT/GSK3β-Signalweg fördert. Dies eröffnet neue Ansätze für individuelle Therapien, die darauf abzielen, die Organfunktionen zu erhalten und die Behandlung von Nierentumoren zu verbessern.

Forschung zur Parkinson-Krankheit

Prof. Dr. med. Thomas Skutella hat bedeutende Erkenntnisse zur Parkinson-Krankheit gewonnen. In seiner Arbeit in Advanced Science (2023) untersucht er die LRRK2-Gly2019Ser-Mutation und zeigt auf, dass diese genetische Veränderung zu erheblichem Zellstress führt, was das Verständnis der Krankheit und mögliche Behandlungsstrategien verbessert.

Eine weitere translational angelegte Studie im International Journal of Surgery (2025) demonstriert, dass metabolische Risikofaktoren wie BMI, Blutzucker und Lipide die Wirksamkeit der tiefen Hirnstimulation (DBS) auf Schlaf- und Depressionssymptome bei Parkinson beeinflussen. Diese Erkenntnisse könnten dazu beitragen, die Behandlung von Parkinson-Patienten zu optimieren.

Forschung zu Alterungsprozessen

In einem Kapitel „Stem Cell Therapies and Ageing: Unlocking the Potential of Regenerative Medicine“ in Subcellular Biochemistry (2024) erklärt Prof. Dr. med. Thomas Skutella, wie Therapien entwickelt werden können, um das Altern von Zellen und Geweben zu verlangsamen. Dabei wird untersucht, welche stammzellbasierten Therapien realistisch helfen können, altersbedingte Funktionsverluste der Organe zu verzögern oder teilweise rückgängig zu machen.

Ausblick: Zukünftige Arbeiten

Für 2026 plant Prof. Dr. med. Thomas Skutella spannende neue Studien, darunter eine in Theranostics (IF ~13), die die therapeutischen Effekte von IL-4 im Kontext der Rückenmarkverletzung (SCI) zeigt und dieses Zytokin als potentes immunmodulatorisch-regeneratives Mittel validiert. Zudem sind neue Arbeiten in Bone Research (IF ~15) und Advanced Science (IF ~14) in Vorbereitung, die weitere molekulare und zelluläre Mechanismen bei regenerativen Prozessen untersuchen werden.

Zusammengefasst zeigt die Forschung von Prof. Dr. med. Thomas Skutella eine hohe Produktivität und internationale Anerkennung. Seine Schwerpunkte liegen auf innovativen Ansätzen in der Stammzell- und Anti-Aging-Forschung sowie auf den Behandlungsmöglichkeiten für neurodegenerative Erkrankungen und spezifische Krebsformen. Diese Arbeiten belegen sein Engagement für die Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung und Therapieansätze für Patienten.

Pressemitteilungen

Pressemitteilung zu neuestem Forschungserfolg einer Forschungskooperation mit Prof. Dr. Thomas Skutella

Profil Prof. Dr. Thomas Skutella

Aktuelle Studien

Studie zeigt: Interleukin-4 fördert Heilung nach Rückenmarksverletzung
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Studie zeigt: Interleukin-4 fördert Heilung nach Rückenmarksverletzung

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